Super Orion S.O.

  • Kugelmühle für die trockene Hartzerkleinerung, speziell im Feinstbereich kleiner 10 µm, im Kreislauf mit Alpine Feinstsichter
  • Lagerung der Mahltrommel in wassergekühlten, ölgeschmierten Halslagern
  • Mahltrommel ausgekleidet mit Hartmetallpanzerplatten oder bei eisenfreier Mahlung mittels Silex oder Keramik
  • Mahlkörper entsprechend der Auskleidung

Bei Kugelmühlen handelt es sich um Trommeln, die zu 30 bis 40 % ihres Volumens mit frei beweglichen Mahlkörpern, den Kugeln, gefüllt sind. Der Durchmesser der Kugeln bewegt sich im Bereich von einem bis hin zu mehreren Zentimetern, bei feiner Mahlung werden kleinere Kugeln, bei grober Mahlung und gröberer Aufgabe größere Kugeln eingesetzt.

Die Trommel wird durch den Antrieb in langsame Drehung versetzt, dadurch wird die Schüttung aus Mahlkugeln angehoben und rollt bei einer bestimmten Schiefstellung wieder ab. Kugelmühlen werden bei etwa 75 % der kritischen Drehzahl betrieben. Die kritische Drehzahl ist die Drehzahl, bei der die Kugeln rechnerisch auszentrifugiert werden. Mühlen mit 2 m Durchmesser drehen im Betrieb daher mit etwa 23 Umdrehungen pro Minute, entsprechend einer Umfangsgeschwindigkeit von 2,4 m/s.

Eine Mühle mit 2 m Durchmesser setzt pro m³ Schüttung bei Stahlmahlkörpern etwa 50 kW um. Das zu mahlende Gut wird durch ein Halslager kontinuierlich aufgegeben und auf der gegenüberliegenden Seite über Schlitze ausgetragen. Über die Anzahl der freien Schlitze lässt sich der austretende Gutmassenstrom einstellen. Das gemahlene Gut wird einem externen Windsichter aufgegeben, wobei der Transport von der Mühle zum Sichter häufig pneumatisch erfolgt. Das Grobgut läuft zusammen mit dem Aufgabegut wieder zurück in die Mühle.

Die klassische Standardausführung, die sich seit Jahrzehnten im weltweiten Einsatz bewährt. Konstruktion und Leistungsfähigkeit werden ständig den neuesten Erkenntnissen und Forderungen der Praxis angepasst.

  • Gegossene Seitenschilder, verschraubt mit einem geschweißten Trommelmantel; Mannloch im Trommelmantel
  • Antrieb über Zahnkranz und Ritzel mit automatisch gesteuerter Zahnschmierung, Vorgelege mit Kupplungen und Hochleistungsgetriebe
  • Lagerung: Halslager als Gleitlager ausgeführt mit permanenter Ölumlaufschmierung und Temperaturkontrolle
  • Optional: Pendelrollenlager
  • Austrag des Mahlgutes über peripheren Schlitzaustrag. Auslaufgehäuse zweiteilig mit oberem Entlüftungsanschluss mit Inspektionsdeckel

Kugelmühlen werden in der Regel mit 75% der kritischen Drehzahl betrieben, d.h. im Grenzbereich zwischen Kas­kaden- und Kataraktzustand. Mit einer speziellen Version eines Frequenzumrichters ist es möglich, auch eine schwere Kugelmühle mit variabler Drehzahl zu fahren. Der Betrieb mit Frequenzumrichter erweist sich als besonders vorteilhaft, wenn mit der S.O.-SF feinste Produkte ermahlen werden sollen oder wenn das Produkt häufig gewechselt wird.

Hohe Konstanz der Produktqualität erfordert die exakte Messung der Mahlgutmenge in der Mühle. Aus diesem Grund werden unsere Kugelmühlen optional mit einer Wägeeinrichtung angeboten, über die der Füllstand mit großer Genauigkeit geregelt werden kann. Die komplette Kugelmühle wird auf einen Stahl- oder Betonrahmen montiert, der auf Wägezellen sitzt. Diese sind in einer Auswerteeinheit zusammengefasst und ermitteln das Gesamtgewicht von Mühle, Mahlkörpern und Produkt. Durch die Wägetechnik wird die Zudosierung so exakt geregelt, dass die Mühle stets mit dem optimalen Füllgrad arbeitet. Das bedeutet Leerlauf oder Überfüllung werden zuverlässig verhindert, die Mühle arbeitet äußerst wirtschaftlich.

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