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02. November 2015

High Barrier Film Day in Augsburg

Ein ausgewählter Kreis europäischer Hersteller von Hochbarrierefolien traf sich bei uns in Ausburg zum High Barrier Film Day.

Hochbarrierefolien, das bedeutete im Jahr 2014 einen weltweiten Verbrauch von 1,76  Mio. Tonnen mit einem Marktwert von 15,9 Milliarden USD. Dank steigender Nachfrage nach  Verpackungsmaterialien mit einem höheren Produktschutz für Lebensmittel, Getränke und für pharmazeutische Produkte werden jährliche Zuwachsraten von 5% bis zum Jahr 2019 erwartet. So meldet es das britische Marktforschungsinstitut Smithers Pira in seiner Studie „The Future of High Barrier Packaging Films to 2019“.

Gute Gründe für einen ausgewählten Kreis europäischer Hersteller von Hochbarrierefolien am 22. Oktober 2015 zu uns nach Augsburg zu reisen. Wir hatten zum High Barrier Film Day eingeladen und das Programm konzentrierte sich ausschließlich auf dieses Thema. Welches Marktpotenzial bieten Hochbarriere-Anwendungen? Wie entwickelt sich der Markt für Stand-Up Pouches. Welche Vorteile bieten Folienstrukturen mit 11 statt mit nur 9 Schichten? Welche Rohstoffentwicklungen gibt es in dem Bereich?  Wie kann ich die Qualität von Hochbarrierefolien noch besser kontrollieren und weiter veredeln?

Antworten auf diese und weitere Fragen erhielten unsere Gäste im Rahmen eines hochkarätigen Programms mit Vorträgen der Firmen Switten SARL, ExxonMobil Chemical Europe Inc., Hosokawa Alpine, NDC Technology und Bostik SA., die Know-How und neue Entwicklungen präsentierten.

11 Schichten mehr bringen deutlich mehr Flexibilität
Basierend auf der erfolgreichen X-Serie, haben wir einen Blaskopf mit 11 Wendelverteilern entwickelt und erstmals auf der K 2013 vorgestellt. Zur Veranstaltung am 22.10.2015 präsentierten wir die 11-Schicht Co-Extrusionsanlage im Rahmen einer live Produktion in unserem Testzentrum.

Bei der Vorstellung der Anlage wurde die enorme Flexibilität des Anlagenkonzeptes betont, welche durch 11 in ihrer Dicke gleichartige Einzelschichten ermöglicht wird. Ein sehr breites Spektrum an Rohstoffen kann -  trotz sehr unterschiedlicher Viskositäten - in jeder Schicht verarbeitet werden und ermöglicht so, völlig neue Schichtaufbauten z.B. für Kaschierfolien. Zudem bieten 11 Schichten zusätzliche Möglichkeiten, die Folie gut auszubalancieren. Deshalb lassen sich z.B. asymmetrische Folienstrukturen mit Polyamid für Tiefziehanwendungen mit deutlich reduziertem Curling-Effekt herstellen. Dank zusätzlicher PA-Schichten sind derartige Folien auch elastischer und nach dem Tiefziehen in den Randbereichen gleichförmiger ausgezogen.

Dickere Schichten, beispielsweise aus kostengünstigeren Rohstoffen, sind auf einer 11-Schicht-Blasfolienanlage dadurch zu erreichen, dass in zwei Extrudern und damit in zwei Schichten nebeneinander, das gleiche Material gefahren wird. Für einige Strukturen lassen sich so im Vergleich zu einer „Standard-9-Schicht“ zudem noch höhere Durchsätze erzielen.
 
Last but not least bietet die erhöhte Schichtanzahl der 11-Schichtanlage die Möglichkeit, ganz neue Materialkombinationen zu realisieren, was auch bedeuten kann, dass die Schichtdicke insgesamt reduziert und damit eine Kostenersparnis erreicht wird, bzw. völlig neue Produkte entstehen, die z.B. spätere Kaschierschritte unnötig machen.