Gewaschene und getrocknete Flakes aus Verpackungsabfällen:
Neuer Prozess für eine umweltfreundliche Kreislaufwirtschaft bei Kunststoffverpackungen
Augsburg/Düsseldorf, 8. Oktober 2025– Ein neuer Prozess von Hosokawa Alpine sorgt dafür, dass Kunststoff-Verpackungsabfälle aus Privathaushalten als Post-Consumer-Rezyklat (PCR) wieder nutzbar gemacht werden können. So entstehen gewaschene und getrocknete Flakes, die für die Herstellung von neuen Kunststoffprodukten im Sinne einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft eingesetzt werden.
Ob Shampoo-Flaschen und Kosmetikverpackungen, Wurst- und Käseverpackungen, Plastiktüten oder Frischhaltefolien – sie alle landen in der gelben Tonne, im gelben Sack oder werden auf Wertstoffhöfen abgegeben. Denn möglichst viele dieser Verpackungsabfälle sollen recycelt und dem Kreislauf wieder zugeführt werden. Dafür hat Hosokawa Alpine jetzt eine kurze Prozesskette aus Sammeln und Sortieren, Vorzerkleinerung, Waschen, Zerkleinerung, Trennen und Trocknen mit den entsprechenden Maschinen entwickelt. „Damit können unsere Kunden laufende Kosten senken, Platz und Energie einsparen sowie Wartung, Service und Ersatzteilbedarf reduzieren“, erklärt Thomas Bäßler, Head of Sales Recycling Technologies bei Hosokawa Alpine.
Effiziente Zerkleinerung mit der Schneidmühle Rotoplex
Der Abfall aus der gelben Tonne und dem gelben Sack wird in Abfallverwertungsanlagen gesammelt, nach den verschiedenen Polymerarten vorsortiert und dann in Ballen für das Recycling angeliefert. „Die Zerkleinerung der vorsortierten Plastikabfälle auf die gewünschte Größe erfolgt dann mit unserer Schneidmühle Rotoplex“, so Bäßler. Bis zu 8.000 kg pro Stunde verarbeitet die Maschine je nach Kundenanforderung im Nass- oder Trockenmahlprozess. Dank ihres sauberen Kreuzscherenschnitts minimiert die Rotoplex Produktverlust, sorgt für eine saubere Kante ohne Risse und reduziert den Feinst- und Staubanteil. Auswechselbare Verschließplatten ermöglichen zudem höhere Standzeiten, der abnehmbare Deckel erleichtert Reinigung und Wartung.


Friktionsabscheider beseitigt Verschmutzungen
Damit Kunststoffe wieder verwendet werden können, müssen sie gründlich gereinigt werden. Nur so werden Verschmutzungen wie Etiketten, Reste von Inhaltsstoffen oder Sand rückstandslos beseitigt, damit die Kunststoffe sicher und sauber weiterverarbeitet werden können. Bei diesem Prozessschritt kommt ein Friktionsabscheider von Reantec, dem Kooperationspartner von Hosokawa Alpine, zum Einsatz. Er verfügt über eine hohe Wasch- und Trockenleistung und sorgt für eine konsistente Produktqualität durch kontinuierliche Selbstreinigung. Das Ergebnis: ein hochwertiges Endprodukt durch weniger Anhaftung von schleißenden Materialien und weniger Verschleiß in den Folgeprozessen.
Trennen und Trocknen: Feuchtereduzierung auf ein Minimum
Nachdem das vorgewaschene Material im Sink-Schwimm-Behälter oder im Hydrozyklon durch die Dichtetrennung von weiterem Fremdmaterial befreit wurde, können die Kunststoff-Flakes nochmals in einem Friktionswäscher gewaschen werden, bevor es in die endgültige Trocknung geht.
Dafür kommt der mechanische Trockner von Reantec zum Einsatz. Das innovatives Selbstreinigungssystem mit optimierter Fördertechnik reduziert die Feuchtigkeit auf ein Minimum. Der Zugang zur Rotorkammer ermöglicht zudem einen einfachen Blattwechsel und minimiert Wartungszeiten.
Nach der Trocknung sind die Kunststoff-Flakes vollständig und optimal für die Weiterverarbeitung präpariert und erfüllen alle Anforderungen an eine funktionierende Kreislaufwirtschaft.