REEsilience Main Event am 24. März 2026 in Augsburg:
Konferenz für mehr Resilienz in der Lieferkette bei Seltenen Erden
Seltene Erden gehören zu den wichtigsten Rohstoffen für die Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Vorkommen sind vor allem in China, in den USA, Myanmar oder Australien vorhanden. Politische Spannungen wirken sich deshalb unmittelbar auf die Beschaffung aus. Mehr Resilienz in der Lieferkette ist daher die große Herausforderung für Europa, wenn es um diese wertvollen Rohstoffe geht.
Möglich soll das vor allem durch das Recycling von bereits hergestellten Permanentmagneten werden, für deren Herstellung seltene Erden zum Einsatz kommen. Wie das gelingen kann, war das zentrale Thema auf dem REEsilience Main Event am 24. März 2026 am Standort der Hosokawa Alpine AG in Augsburg.
Projekt ist Teil des Forschungs- und Innovationsprogramms der EU
Das Projekt REEsilience wird vom Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon Europe der Europäischen Union finanziert und vom Institut für strategische Technologie- und Edelmetalle der Hochschule Pforzheim koordiniert. Das Ziel: eine widerstandsfähigere Lieferkette für Magnetmaterialien mit seltenen Erden in Europa aufzubauen und Alternativen für die kritischen Rohstoffe zu schaffen. „Als aktiver Teil des Netzwerks rund um seltene Erden tragen wir mit unserer technologischen Expertise entscheidend zur Verarbeitung und Nutzung der wertvollen Materialien bei. Dass wir die Veranstaltung in Augsburg ausrichten, war für uns daher nur konsequent“, so Michael Kuhnen, CEO von Hosokawa Alpine.
Herstellungsverfahren bestimmt Leistungsfähigkeit der Magneten
Seltene Erden werden beispielsweise zur Herstellung von Magneten verwendet, die unter anderem in Elektromotoren zum Einsatz kommen. Damit spielen sie eine wichtige Rolle in der Elektromobilität, in der Luftfahrt, bei Windkraftanlagen oder in der Medizintechnik. „Wie leistungsfähig die Magneten sind, hängt entscheidend von der Qualität ihrer Inhaltsstoffe ab. Hier ist vor allem die optimale Verarbeitung der seltenen Erden wichtig, für die wir das ideale Verfahren entwickelt haben“, betont Kuhnen.
Geballtes Expertenwissen in Augsburg
Die Veranstaltung zu dem aktuellen Thema fand vor einem ausgewählten Publikum aus Industrie und Politik statt. Auf dem Programm standen zwei Podiumsdiskussionen zu den Themen „Von der Mine zum Magneten – Stärkung der Lieferkette für Permanentmagnete in Europa“ bzw. „Mehr Kreislaufwirtschaft bei Permanentmagneten – Chancen und Herausforderungen“. Dazu zählen auch Lösungen für das Recycling und die Wiederaufarbeitung von Permanentmagneten auf Basis seltener Erden, für die unter anderem Anlagen von Hosokawa Alpine zum Einsatz kommen. Hier brachte auch Yener Bicakci, Strategic Sales Manager und Spezialist für die Verarbeitung seltener Erden bei Hosokawa Alpine, sein Expertenwissen ein. Federica Miccoli, Generaldirektion Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU (GROW), Europäische Kommission, sprach in einem Keynote Talk über die „Sicherung der für den ökologischen Wandel in Europa unverzichtbaren Rohstoffe“. Die Vorstellung von Lösungen des Projekts REEsilience und ergänzender Initiativen rundeten das Veranstaltungsprogramm ab. Nicht zuletzt gab es auch mehrere Zeitfenster für Networking und eine Führung durch das Werk von Hosokawa Alpine. Am Ende waren sich die Teilnehmer einig: Europa ist auf einem guten Weg, doch der Weg zu einer Unabhängigkeit von China oder den USA ist noch weit.