Sojavermahlung ZPS

Sojavermahlung auf hohem Niveau bei Farmesa

Ölgehalt und Feinheit als Herausforderung für CW II und ZPS

Aufgrund des hohen Proteingehalts ist Soja äußerst wertvoll. Die Herausforderung in der Aufbereitung liegt besonders in den unterschiedlichen Anwendungsfeldern, wie zum Beispiel in der Feinheit und im Ölgehalt. Der Lebensmittelverarbeiter Farmesa setzt bei seiner anspruchsvollen Vermahlung von Sojaflocken auf Mühlen von Hosokawa Alpine.

Mit fast 350 Millionen Tonnen im Jahr 2016/17 ist Soja eine der am häufigsten geernteten Getreidesorten weltweit. Die Vereinigten Staaten, Brasilien und Argentinien sind in der weltweiten Produktion führend. Aber auch in Indien und China wird immer mehr Soja angebaut. In Europa gilt Soja nach wie vor als exotische Pflanze. Dementsprechend wird der größte Teil des Bedarfs importiert.

Extrudiertes Sojamehl dient hauptsächlich dem menschlichen Verzehr, während extrahiertes proteinreiches Sojamehl für Tierfutter verwendet wird.

Um eine bessere Verfügbarkeit der Proteine zu erreichen, geht der Trend in Richtung eines immer feiner vermahlenen Produkts.

Stete Weiterentwicklungen für neue Anforderungen

Hosokawa Alpine verfügt über umfangreiche Erfahrung und Know-how auf dem Gebiet der Lebensmittelverarbeitung. Das Traditionsunternehmen aus Augsburg bietet weltweit Maschinen der mechanischen Verfahrenstechnik zur Feinvermahlung von Produkten aus der Sojaverarbeitung an. Die Maschinen kommen beispielsweise bei Vollfettsoja, extrudiertem oder extrahierten Soja zum Einsatz.

Für die Vermahlung von Vollfettsoja und die Verarbeitung von wertvollen Gewürzen hat sich vor allem die Contraplex CW Weitkammermühle bewährt. Aufgrund zunehmender Anforderungen an die Prozesseffizienz sowie an die Lebensmittel- und Anlagensicherheit hat Hosokawa Alpine seine Mühle weiterentwickelt.

Die Contraplex CW II stellt die neueste Generation der bewährten Mühle dar. Das neu gestaltete, hohlraumfreie Weitkammergehäuse mit seinen porenfreien Oberflächen bietet ideale Voraussetzungen, um Produktablagerungen zu vermeiden. Zur Optimierung des Zugangs für die Reinigung und deren Aufwand wurde die CW II mit einer größeren Türöffnung und einem breiteren Türöffnungswinkel ausgestattet. Insbesondere die Reinigung der Abluftleitungen wurde aus „Good Manufacturing Practice“ Gesichtspunkten verbessert.

 

Auch das Antriebskonzept der Contraplex CW II wurde weiterentwickelt. Extrem hohe Schergeschwindigkeiten ermöglichen die Herstellung noch feinerer Produkte. Durch die dabei entstehenden Zentrifugalkräfte schleudert sich die Mühle von Produktrückständen gewissermaßen selbst frei. Das Anbacken und Verkleben der Wände mit fettigem Soja wird durch das Weitkammergehäuse vermindert.

Auch im Hinblick auf ökonomische und ökologische Gesichtspunkte ist das überarbeitete Antriebskonzept von Bedeutung. Die Energieeffizienz wurde im Vergleich zum Vorgängermodell um über zehn Prozent gesteigert. Der Schutz der Anlagenbetreiber ist ein besonders wichtiger Aspekt. Da alle organischen Produkte unter 500 µm zur Explosion neigen, steht die CW II jeweils nur in druckentlasteter Ausführung zur Verfügung. Dadurch kann sie auch in explosionsgeschützten Systemen eingesetzt werden.

Mit der Contraplex CW 250 II und der CW 400 II stehen zwei leistungsstarke Mühlen für den Einsatz bereit. Das kleinere Modell verfügt über einen Mahlscheibendurchmesser von 250 mm und das Größere über 400 mm.

Verfügbarkeit der Proteine erhöhen

Extrahierte oder extrudierte Sojaflocken stellen bei der Zerkleinerung andere Anforderungen. Hierbei steht insbesondere die Feinheit im Mittelpunkt. Feinheiten von unter 150 µm werden mit der Hosokawa Alpine Sichtermühle Zirkoplex ZPS erreicht.

Die Kombination aus Aufprallvermahlung mit integriertem dynamischem Sichter sorgt für optimale Ergebnisse beim Fein- bis hin zum Feinstvermahlen weicher bis mittelharter Produkte.

Farmesa, ein weltweit führendes Unternehmen bei der Fertigung anwendungsspezifischer Additiven und Lebensmittelzutaten aus Argentinien, setzt bei der Feinstvermahlung von Soja auf die Qualität der ZPS.

Bei der Vermahlung der Sojaflocken mit der ZPS werden diese bei der Zuführung von den Prallschlägern der Schlägerscheibe erfasst und im Zusammenwirken mit der Mahlbahn zerkleinert. Anschließend wird das Mehl über den Sichter durch den Mahlgutaustritt abgezogen. Die Zerkleinerungselemente bestehen aus einem Schlägerwerk und einer stationären Dreieck-Rippenmahlbahn, die den Mahlraum umgibt. Das Schlägerwerk ist so konzipiert, dass der Mahlprozess höchst effizient abläuft.

Im Oberteil der Mühle ist ein Turboplex-Feinstsichter mit einem oder mehreren horizontalen Sichterrädern integriert. Das Zusammenwirken der Mahlelemente, des Sichters und der Zuluft sorgt für einen exakten Schnittpunkt. Feine Partikel, die den Sichter passieren, werden von einem Luftstrom zu einem Filter transportiert, um dann abgezogen zu werden. Zu grobes Korn wird vom Sichtrad abgewiesen und solange vom Schlägerwerk zerkleinert, bis es das Sichtrad passieren kann und so die gewünschte Oberkornbegrenzung erreicht ist.

Hosokawa Alpine Technikum ermöglicht individuelle Kundenlösungen

Farmesa hatte bereits mehrere Hosokawa Alpine Mühlen erfolgreich im Einsatz. Auch bei der neuesten Mühle wurde auf die Kompetenzen des Augsburger Unternehmens zurückgegriffen. Als Technologieführer betreibt das Unternehmen mit dem Technikum ein eigenes Anwendungszentrum in Augsburg. Jeder Kundenwunsch wird individuell begleitet und die Kundenversuche schließen mit einem ausführlichen Bericht, der alle relevanten Versuchsdaten enthält.

Die Entscheidung von Farmesa für die ZPS stand nicht von Anfang an fest. Im Technikum wurde mit eigens aus Südamerika geschickten Produktproben getestet, welche Anforderungen diese Form der Sojavermahlung an die Maschine stellt und welche Mühle diese am exaktesten liefern kann. Anhand mehrerer Testläufe und der Auswertung der Testergebnisse entschieden sich Farmesa und Hosokawa Alpine gemeinsam für die Zirkoplex Sichtermühle ZPS. Die ZPS erfüllte die Anforderungen am besten und das Sojamehl konnte in die gewünschte Feinheit gemahlen werden.

Sichtermühle bringt gewünschten Erfolg

Um Kunden aus Südamerika noch besser unterstützen zu können, wurde 2016 in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Dynamic Air bei Sao Paulo in Brasilien ein Testzentrum für Pulvertechnik eröffnet. Damit sind lange Lieferwege der Produktproben bis nach Deutschland nicht mehr nötig. Farmesa kann nun auch in Südamerika seine Versuche auf Hosokawa Alpine Maschinen fahren.

Seit Inbetriebnahme der ZPS im September 2017 wurden die Erwartungen an die Mühle voll erfüllt. Farmesa ist mit der Effizienz der Anlage und dem Service von Hosokawa Alpine zufrieden.

Als langjähriger Partner soll die Zusammenarbeit mit dem Augsburger Maschinen- und Anlagenbauer noch weiter ausgebaut werden. Weitere gemeinsame Projekte sind bereits in Planung.

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